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Tag 9 : Wie ich mein Problem erkannte 2/2

Im Herbst des letzten Jahres traf ich auf einer Party ganz zufällig ein Mädchen, das mehr oder weniger dafür verantwortlich ist, dass ich mein Leben so drastisch ändern möchte. Alles begann damit, das wir uns eigentlichen fast den ganzen Abend unterhalten haben. Wir tauschten unsere Nummern aus und schrieben die folgende Tage und Wochen über Gott und die Welt. Durch einen blöden Zufall haben wir uns dann ungefähr drei Wochen später auf einer Party wiedergesehen. Wir haben zusammen getanzt und etwas getrunken und dann kam der erste Kuss. Ich wusste ganz genau, dass der Abend mehr als nur das bringen wird, und sie scheinbar auch. Die Nacht endete für uns beide in ihrem Bett. Als es dann zur Sache gehen sollte regte sich bei mir mal wieder nichts. Ich lag unter der schärfsten Frau die ich je gesehen habe und es passierte rein gar nichts. Ich sah dabei diesen Blick in ihren Augen, der mir auf der einen Seite mitteilte, dass sie es jetzt haben wil, auf der anderen Seite fragten sie mich wieso denn nichts passiert. Es war ein extrem demütigender Moment für mich und ich stellte mir die Frage ob ich wirklich der Mann sein kann der ich sein will. Wie sich jeder denken kann, gab es hiernach keinen Kontakt mehr zwischen uns. Bei jedem Gedanken an diese Nacht könnte ich auf der Stelle im Boden versinken. Doch das erste Mal in meinem Leben wurde mir klar, dass ich süchtig bin, und dass die Sucht schon ihre Spuren hinterlassen hat. Es war wirklich soweit, dass ich ohne die visuellen Reize eines Pornos keine Erektion mehr bekomme. Es wurde Zeit etwas zu ändern.
9.8.15 20:37


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Tag 9 : Wie ich mein Problem erkannte 1/2

Ich bin jetzt etwas über 2 Jahre Single und auch in dieser Zeit wurde die Pornografie wieder zu einem festen Bestandteil in meinem Leben. Am Anfang reichten mir die "klassischen" Pornos wie sie jeder vor Augen hat: Hübsche blonde Frau mit großen Brüsten und durchtrainierter Typ mit Riesenpenis. Doch mit der Zeit stumpfte ich immer mehr ab, ohne dies wirklich bewusst wahrzunehmen. Im Rausch meiner Sucht suchte ich immer öfter nach dem extra Kick, dem kleinen bisschen "Mehr", um erneut den "ultimativen" Orgasmus zu bekommen. Irgendwann lebte ich in einer Welt voller Gangbang, BDSM, Double-Penetration, Bukakke, und und und. Ich glaube es verging kein Tag, an dem ich nicht mindestens eine Stunde damit verbracht habe die neuesten und krankesten Videos zu suchen. Zeitweise waren dann bis zu 15 Tabs in meinem Browser offen und das alles für den kleinen Moment mit einem "guten" Gefühl. Das ich während der Masturbation schon gar keine harte Erektion mehr bekam, habe ich gar nicht bemerkt. Doch schleichend machte sich in mir das Gefühl breit, dass mit meinem Verhalten irgendetwas nicht stimmen kann. Ich stellte mir die Frage, ob das was ich da mache wirklich gut für mich ist? Irgendwann im letzten Jahr bin ich dann durch Zufall auf einen Artikel im Internet gestoßen, in dem Erektionsstörungen mit einem zwanghaften Konsum von Pornografie in Verbindung gebracht wurden. Die Rede war hier vor allem von einer exremen Reizüberflutung des Gehirns durch Pornografie was dazu führt, dass der normale Liebesakt nicht mehr ausreichend Reize setzt, um eine standfeste Erektion herbeizuführen. Und genau in diesem Moment begann ich zu begreifen was mit mir los war. Leider gelang es mir nur kurz meinen Pornokonsum zu reduzieren. Aus irgendeinem Grund fiel ich wieder in einer Phase in der mir alles egal war und ich einfach nur den nächsten Kick verspüren wollte. Davon abgesehen war es mir fast unmöglich mich ohne visuelle Reize selbst zu befriedigen. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht ahnte war, dass ich meine Entscheidung schon bald bereuen würde...
9.8.15 18:48


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